Beidseitig des Rheins. Handel, Versicherungen, Industrie. Verkehrsknotenpunkt
und Einkaufs- und Modezentrum. Sporthochschule, Rundfunk- und Fernsehsitz.
Fremdenverkehr. Rheinischer Karneval.
Geschichte:
Viele Zeugnisse aus der Römerzeit, die bis ins 4. Jh. dauerte.
38. v. Chr. Siedlung auf linkem Rheinufer. 50 n. Chr. bekam Colonia Agrippina
Stadtrecht. Christen errichteten am Stadtrand einen Gottesdienstraum, aus
dem sich der bekannteste Dom Deutschlands entwickelte (Baubeginn 1248,
Fertigstellung 1880). Der gotische Dom ist 144 m lang und hat zwei 157
m hohe Türme. Um 321 erstmals eingewanderte Juden im späteren
Deutschland. Nach 1288 in Köln keine Residenzen mehr, die Bürger
duldeten nur Kirchen und Bürgerbauten, u.a. das Festhaus Gürzenich
(1437). Im Zweiten Weltkrieg im Stadtzentrum bis auf drei alle Kirchen
zerstört, sie wurden wieder aufgebaut.
Weiteres:
Zwölf romanische Kirchen in der Innenstadt außer dem Dom
mit dem Dreikönigsschrein. Römisch-Germanisches Museum. Walraff-Richartz-
und Ludwig-Museum. Altstadt (19. Jh.). Parkanlagen, Messegelände,
Rundfunk- und Fernsehzentrum.
Am Rhein und nördlichem Schwarzwald, Nähe zum Elsaß.
Der Stadtkern von Karlsruhe wurde 1715 vom Schloß ausgehend fächerförmig
durch Straßen angelegt. Wirtschaftsmetropole, Sitz von Bundesverfassungsgericht
und Bundesgerichtshof, Kernforschungszentrum. Zweitgrößter europäischer
Binnenhafen. Bruchsal ist "Spargelhauptstadt Europas".
Geschichte:
Siedlungen zur Bronzezeit (2. Jtsd. v. Chr.), 400-113 v.Chr. Keltenniederlassung,
später Alemannen, die um 500 von Franken verdrängt wurden. 1556
Reformation. 1806 Hauptstadt vom Großherzogtum Land Baden. 1885/6
Entdeckung der elektromagnetischen Wellen an der Technischen Hochschule
durch H. Hertz.
Weiteres:
Karlsruhe: Universität (älteste TH Deutschlands), Staats-
und 10 Privattheater. Rechtshistorisches Dichtermuseum. Kunsthalle. Schloß.
Botanischer Garten. Carl von Drais (erstes Fahrrad). Im 976 als Königsburg
erwähnten Bruchsal ein Schloß (Treppenbau). In Ettlingen Schloß.
24.500 Korbach, 18.800 Frankenberg, 17.800 Bad Arolsen, 167.000 (Kreis),
meist evangelisch; 90 E/km².
Lage/Leistung:
Westlich von Kassel an Twiste und Eder. Seit 1914 die 26 km lange Edertalsperre,
die die Weser reguliert. Bad Arolsen (Residenz des Fürstentums Waldeck,
mit holländischem Königshaus verwandt). Hansestadt Korbach lag
am Schnittpunkt alter Handelsstraßen. Wald- und Landwirtschaft. Verschiedene
Industrien.
Geschichte:
Im 12. Jh. Schloß Waldeck (zuerst Grafen von Schwalenberg). 1711
Fürstentum Waldeck. Arolsen hatte im Mittelalter Benediktinerinnenkloster.
Barockschloß (1713).
Weiteres:
Naturpark Habichtswald. Frankenberg mit Fachwerkrathaus (1421/1509),
Schloß Waldeck mit Burgverlies. Erholungsgebiet Edersee. In Korbach
Kilianskirche (1335) und Rathaus mit Roland. Frankenberg hat zehntürmiges
Rathaus. Kloster Haina.
Im Allgäu an der Iller. Verkehrsknotenpunkt. Maschinenbau, Verpackungsindustrie, Milchwirtschaft, Nahrungsmittel- und Genußmittelherstellung.
Geschichte:
Keltischen Ursprungs, um 15 v. Chr. römische Siedlung Cambodunum. 725 erste Missionare. 1289 Reichsstadt. 1527 Reformation. 1803 bayerisch. 1898 erstmals Dieselmotor in Fabrik eingesetzt.
Weiteres:
Burghalde (Freilichtbühne), Basilika St. Lorenz. Residenz der Fürstäbte. Archäologischer Park Cambodunum. (Zum Landkreis Kempten siehe OA)
Mündung der Altmühl in die Donau. Bis Weltenburg ist beim
Juraausläufer 5 km langer Donaudurchbruch. Kontinental-Wasserscheide
(406 m ü. NN), also höchste Stelle des Rhein-Main-Donau-Kanals
(Bauzeit 1921-1992). Fruchtbare Hügellandschaft, Fremdenverkehr. Textil-,
Schuh- u.a. Industrie.
Geschichte:
Zur Eiszeit schon bewohnt, Römersiedlungen. Wittelsbacher Gründung
aus 13. Jh.; um 760 Benediktinerabtei in Weltenburg
Weiteres:
Viele Natur- und Kulturdenkmäler, u. a. Befreiungshalle am Michelsberg
(1842, Gedächtnis zum Sieg über Napoleon bei Abensberg). Vorgeschichtliches
Museum. 5 km Donaudurchbruch mit bis 70 m hohen Felsen an den Seiten.
An der Wertach auf der Iller-Lech-Platte im Osten Allgäus. Feinmechanische und Textilindustrie, Braugewerbe. Schmuckzentrum Neugablonz.
Geschichte:
Nacheinander in karolingischem, Welfen- und Stauferbesitz. 1240 Stadtrecht, 1286 freie Reichsstadt. 1803 an Bayern.
Weiteres:
Stadtmauer mit fünf Türmen (15. Jh.). St. Blasius Wehrkirche (1436). Geburtsort von Ludwig Ganghofer. In jedem Juli Tänzelfest (ältestes historisches Kinderfest in Bayern).
23.700 Bad Kissingen, 7.500 Bad Brückenau, 12.200 Hammelburg,
107.000 (Kreis), meist katholisch; 94 E/km².
Lage/Leistung:
Bayerische Rhön, Fränkische Saale; Mineral- und Moorheilbad.
Geschichte:
801 erstmals erwähnt, schon damals Salzquellen. 1297-1803 zum
Hochstift Würzburg. Seit 18. Jh. Aufschwung des Badebetriebes. Im
Umkreis Landwirtschaft. Hammelburg ist seit 777 älteste Weinstadt
an der Fränkischen Saale.
Weiteres:
Münnerstadt (St. Maria Magdalenakirche mit Riemenschneideraltar),
Deutschherrenschloß. In Bad Kissingen Regentenbau mit 4.000 m²
großer Wandelhalle. In Hammelburg ehemaliges Kellereischloß
(1725).
Kieler Förde. Hauptstadt des Bundeslandes. Hafen mit Fährverbindungen über die Ostsee; Werften, Ostausgang des 99 km langen Nord-Ostsee-Kanals (auch Kiel-Kanal genannt; 1895 eröffnet; an 3. Stelle im Weltvergleich; westlicher Ausgang bei Brunsbüttel, siehe HEI). Marinehafen, Universität (1665). Fischverarbeitung, Maschinenindustrie.
Geschichte:
Name aus "tom Kyle" (an der Bucht). Um 1240 gegründet, 1242 Lübisches Stadtrecht. 1871 Kriegshafen, November 1918 Matrosenmeuterei.
Weiteres:
Nikolaikirche (13. Jh.), davor E. Barlach-Plastik; Rathausturm (106 m hoch). Internationale Kieler Woche.
Am Fuß vom Donnersberg (Königsstuhl 678 m, mit 6,6 km langem
Keltenwall) im nördlichen Pfälzer Wald. Land- und Waldwirtschaft,
eisenverarbeitende Industrie.
Geschichte:
714 erstmals erwähnt. 1368 Stadtrecht. Rockenhausen 897 erstmals
erwähnt.
Weiteres:
Viele Barockbauten, ehemaliges Schloß, Paulskirche (1739, mit
J.M. Stummorgel). In Rockenhausen ehemalige Wasserburg.