Im mittleren Saaletal. Ehemaliges Weinbauerstädtchen wurde Universitäts-
und Industriestadt (Glasindustrie und Pharmazie).
Geschichte:
830 als Jani erstmals erwähnt, 1236 Marktrecht. 1548/58 Universität,
an der Schiller, Fichte und Hegel lehrten. Nach der Schlacht bei Jena und
Auerstedt (1806) gegen Napoleon wurden Jenaer Studenten führend in
der Befreiungsbewegung. 1846 Werkstatt von Carl Zeiss, die 1884 zum Glaswerk
Schott (Jenaer Glas) wurde.
Weiteres:
Marktplatz, Stadtkirche, Ernst-Abbé-Denkmal, Romantikerhaus.
Botanischer Garten. Nördlich Dornberg Saaleschlösser. Zeiss-Planetarium.
120 m hoher Universitätsturm (1970).
26.100 Burg, 16.000 Genthin, 98.000 (Kreis), meist evangelisch; 73
km/km².
Lage/Leistung:
Westfläming, Elb-Urstromtal, Havelland. Elbe-Havel-Kanal. Land-
und Forstwirtschaft, Waschmittel- und Zuckerfabrik, Apparatebau. Landschaftsschutzgebiet
(Seen und Feuchtgebiete).
Geschichte:
Genthin aus ehemaligem Dorf auf sumpfiger Halbinsel (12.Jh.), wurde
im 18. Jh. Stadt. Region um Burg besiedelten Nachkommen pfälzischer,
wallonischer und französischer Einwanderer. Im 10. Jh. erwähnt
als gehörig zum Erzstift Magdeburg. Im 13. Jh. befestigt. Burg ist
alte Handelsstadt zwischen Magdeburg und Berlin.
Weiteres:
In Jerichow ehemaliges Prämonstratenserkloster (1148). Genthin:
Dreischiffige Hallenkirche (1707); Museum mit urgeschichtlichen Exponaten.
Burg: Oberkirche Unsere Lieben Frauen (1415), Unterkirche St. Nikolai (12.
Jh.). Gehört zur "Straße der Romanik".