An der Leine gelegene Hauptstadt des Bundeslandes. Wirtschaftszentrum
mit viel Industrie, u.a. Fahrzeugbau, Bürobedarf, Nahrungsmittel.
Verkehrsknotenpunkt. Vier Häfen am Mittellandkanal. Flughafen. Nach
den Kriegszerstörungen großzügiger Innenstadtausbau. Zur
Orientierung für Fußgänger zieht sich durch die Innenstadt
ein 4,2 km langer "roter Faden". Im Landkreis Zuckerrübenanbau. Steinhuder
Meer (32 km²) mit Insel Schloß Wilhelmstein (1767).
Geschichte:
Um 1100 erwähnter Ort Honovre = Hohes Ufer. 1636 Residenz der
Herzöge von Calenberg, die späteren Könige von Hannover.
Von 1714-1837 Personalunion der Welfen mit englischem Thron. 1866 zu Preußen.
Damit zum Barockschloß in Herrenhausen keine direkte Zufahrt führen
sollte, entstanden ausgedehnte Grünanlagen (Eilenriede u.a.). Burgdorf
1175 erstmals erwähnt, 1273 Stadtrecht. Neustadt a.R. vor 1215 Stadt.
Weiteres:
Herrenhäuser Gärten, Maschsee, Zoo. Marktkirche (1349). Sammlung
Sprengel (Museum), Neues und Altes Rathaus. Wilhelm-Busch-Museum. Messestadt.
Expo 2000. In Burgdorf Schloß (um 1200). Springe mit z.T. mittelalterlichem
Stadtbild.
Vier-Flüsse-Stadt am Westrand des Sauerlandes südlich von
Dortmund, verkehrsgeographischer Schnittpunkt. Eisen-, metallverarbeitende,
Papier- und Lebensmittelindustrie. Fernuniversität.
Geschichte:
Um 1000 n.Chr. nachweisbar, seit 1400 Metallindustrie, 1661 Klingenschmiede,
1746 Preußisches Stadtrecht. Seit Mitte des 19. Jhs. industrieller
Aufschwung.
Weiteres:
Viel Jugendstil im Stadtbild, Stadthalle, Wasserburg Werdingen (13.
Jh.), Johanneskirche (1748). Karl-Ernst-Osthaus-Museum; reichhaltiges Freilichtmuseum.
290.000 Halle/Saale einschließlich Halle/Neustadt, meist evangelisch.
Lage/Leistung:
Am Nordrand der Leipziger Tieflandsbucht. Vielseitige Industrie und
Handel, Drehkreuz-Flughafen Leipzig/Halle. Leopoldina älteste naturwissenschaftliche
Akademie der Welt. Gehört zur "Straße der Romanik". Halle/Neustadt
entwickelte sich nach 1960.
Geschichte:
Salzgewinnung seit vorgermanischer Zeit. 806 fränkisches Kastell
Halla. 984 Markt-, Münz-, Zoll- und Bannrecht. Jahrhundertelang auf
dem Giebichenstein (Burg seit 961) Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg.
1280 Hansestadt. 1680 an Kurbrandenburg. 1694 Universität, Franckesche
Stiftungen (1698).
Weiteres:
"Fünf Türme"am Marktplatz: Kirche Unsere Lieben Frauen, St.
Moritz, Dom (um 1280), Roter Turm von 1418 (84 m hoch). Auf dem Markt Denkmal
von Georg Friedrich Händel (geboren 1685). Moritzburg, Halloren- und
Salinenmuseum. Alter Markt mit Eselsbrunnen.
An der Lippe und dem Dattel-Hamm-Kanal nordöstlich von Dortmund.
Bahnknotenpunkt, vielseitige Industrie, u.a. Stahl- und Bergbau. Staatliches
Öko-Zentrum.
Geschichte:
1227 Hauptstadt der Grafschaft Mark, 1417 Hansestadt, 1666 zu Brandenburg.
Weiteres:
Pauluskirche (13. Jh.), in Heessen Wasserschlösser. Im Maximilian-Park
riesiger (Glas)Elefant.
551.000 Bremen, 130.000 Bremerhaven, 700.000 (Bundesland), meist evangelisch.
Lage/Leistung:
Freie Hansestadt an der Weser, zweitgrößter deutscher Seehafen. Hauptstadt des
gleichnamigen Bundeslandes. Welthandelsplatz (Baumwolle, Öl. Kaffee, Tabak, Schokolade,
Bier, Chinahandel u.v.a.); Metallverarbeitende Industrie. Bremerhaven größter Fischerei-
und Autoverschiffungshafen des europäischen Festlands, Doppelschleuse. Für Forschung und
Tests 146 m hoher Fallturm.
Geschichte:
Prähistorisches Siedlungsgebiet. 782 Bistum. 888 Marktrecht, 1186 Stadtrecht, 1358
Hansestadt; 1522 Reformation (reformierter Gestalt). 1541 reichsunmittelbar. 1827
Gründung Bremerhavens (wegen drohender Versandung der Weser und Verödung des Hafens).
Einige Stadtteile gehen auf Germanensiedlungen zurück.
Weiteres:
Marktplatz mit Dom St. Petri (an der Stelle einer Kirche aus 8. Jh., im 11. Jh.
erbaut; Ostkrypta, Bleikeller), Rathaus (gotischer Bau von 1609 mit Renaissancefassade;
Ratskeller). Davor der Roland (1404; Symbol für Marktrecht und Gerichtsbarkeit).
Liebfrauenkirche (12. Jh.), Martinikirche. Schütting (Gildehaus von 1537), Der Schnoor
(historisches Stadtviertel aus 15. -18. Jh.). Bürgerpark, Rhododendronpark. In
Bremerhaven Deutsches Schifffahrtsmuseum (mit Hansekogge um 1380), 116 m hoher
Radarturm.
12.000 Hildburghausen, 76.000 Landkreis Hildburghausen, meist evangelisch;
81 E/km².
Lage/Leistung:
Zwischen Thüringer und Frankenwald, Quellgebiet der Werra. Textil-,
Glas- und Holzindustrie. Erholungs- und Wintersportgebiet (Oberhof), Rennsteig.
Geschichte:
Hildburghausen 1234 erwähnt, 1331 Stadtrecht. Zella-Mehlis aus
Zella (Kloster 12. Jh.) und Mehlis (mittelalterliche Handwerkssiedlung
und Mühle).
Weiteres:
Hildburghausen: Renaissancerathaus, Stadtkirche. In Eisfeld Schloß,
Große und Kleine Gleichberge (Basaltkuppen). Begründung des
Meyerschen Konversationslexikons. Im Ort Römhild Funde aus keltischer
Zeit. 8 ha großer botanischer "Rennsteiggarten" (Pfanntalskopf).
Zucht alpiner Pflanzen. In Schleusingen Schloß Bertholdsburg.
43.500 (Stadt), 83.000 (Kreis), meist evangelisch; 125 E/km².
Lage/Leistung:
Im nördlichen Harzvorland. Verkehrsmittelpunkt und Handelsstadt;
Maschinen- und Motorenbau. Im Landkreis Getreide- und Zuckerrübenanbau.
Geschichte:
Vor 827 Bischofssitz. Erster Dom 859. 989 Markt-, Münz- und Zollrecht.
12.-15. Jh. bedeutende deutsche Stadt. 1387 Hansestadt. 1649 an Brandenburg-Preußen.
Im 18. Jh. größte jüdische Gemeinde Preußens. 1883
erstmals Konservierung von Brühwürstchen.
Weiteres:
Dom (ab 1239, gotisch, reiche Innenausstattung, Domschatz), Liebfrauenkirche
(romanische Basilika 1020). Gleimhaus (16. Jh.). Nordwestlich der Stadt
der Huy (Höhenzug) mit der Huysburg. Jagdhaus Spiegelberge mit 132.760-Liter-Weinfaß.
In Ströbeck seit Generationen Schachspielpflege.
Beim Ausfließen des Neckar aus dem Odenwald in die Rheinebene
liegt die Universitätsstadt Heidelberg mit viel Fremdenverkehr, wenig
Industrie. Sinsheim im Erholungsgebiet Kraichgau.
Geschichte:
Etwa 500.000 Jahre alt ist der "Homo Heidelbergiensis". 40 n. Chr.
Römerkastell. 1196 erstmals erwähnt. 1386 die nach Prag zweite
Universität im damaligen Reich. Reformation, 1563 Heidelberger Katechismus.
1622 erobert Tilly die Stadt und schenkt dem Papst die Bibliothek Palatina
aus der Heiliggeistkirche. 1693 das Schloß von französischen
Truppen Ludwigs XIV. zerstört. Im 19. Jh. begann die Universität
das Leben der Stadt zu bestimmen. Im Zweiten Weltkrieg keine Bombenangriffe.
Weiteres:
Schloß mit großem Faß und Apothekenmuseum, Alte Brücke
mit Tor (1786); Altstadt mit Barockbauten. Alte Universität, Heiliggeistkirche
(1441), Philosophenweg. Königstuhl mit Sternwarte. 6,7 km lange Motor-Rennstrecke
Hockenheim-Ring. Im Landkreis Geburtsorte der Tennisstars Steffi Graf und
Boris Becker. In Wiesloch erste "Tankstelle" der Welt (der Apotheker half
Berta Benz mit Benzin aus).
Östlicher Teil der Schwäbischen Alb. Günstige Verkehrslage
förderte seit alters die Wirtschaft. Textil-, Papier- und Metallindustrie.
Geschichte:
Altsteinzeitliche Rastplätze, Römersiedlung. Um 1090 Burg
Hellenstein, um 1600 zum Schloß erweitert. 1724 erster Heidenheimer
Schäferlauf.
Weiteres:
Schloß Hellenstein (13. Jh.). Verschiedene mittelalterliche Dorf-
und Pfarrkirchen im Kreisgebiet. In Giengen Charlottenhöhle (schon
1591 bekannt) und Margarethe-Steiff-Museum.
28.200 (Stadt), 102.000 (Kreis), meist evangelisch; 151 E/km².
Lage/Leistung:
Inmitten des Naturparks Elm-Lappwald. Erholungsort Bad Helmstedt, östlich
von Braunschweig. Braunkohleabbau. Textil-, Kunststoff-, Lack-, Holz- Metall-
Maschinenbauindustrie. Im Landkreis Viehzucht.
Geschichte:
9. Jh. Klostergründung, 12. Jh. Stadtrecht. 1576-1810 Universitäts-
und Hansestadt. Von 1945-1989 Grenzkontrollstelle zur DDR.
Weiteres:
Juleum (ehemalige Universität, Renaissancebau), Doppelkapelle
mit Felicitas-Krypta (11. Jh.). Lübbensteine (Großsteingräber).
"Das Auto ist erfunden worden, um den Freiheitsspielraum des Menschen zu erweitern, nicht aber, um den Menschen zum Wahnsinn zu treiben." (Enzo Ferrari)