Zwischen 13. u. 14. Längengrad und 52. u. 53. Breitengrad in wasserreicher
Region. Spree, Havel und Panke (Nebenflüsse der Elbe), in eiszeitlichem
Urstromtal. Umgebung ist reich an Seen und Wäldern. 889 km² Stadtfläche.
Deutschlands Hauptstadt (Reichstag) und größte Industriestadt
(30 % Waren produzierend, je 20 % Handel und Dienstleistungen). Flughäfen,
viele Bildungs-, kulturelle und Forschungseinrichtungen, Sportstätten.
Geschichte:
1237 erste Erwähnung des vom askanischen Markgrafen gegründeten
Fischerortes Cölln und 1244 Berlin. 1307 Zusammenschluß der
beiden Gemeinden. 1359 Hansemitglied. 1486 Regierungssitz der Kurfürsten
von Brandenburg, den späteren preußischen Königen. 1685
Hugenotten nach Berlin. 1711 Preußische Akademie der Wissenschaften;
1871 Reichshauptstadt. Durch Eingemeindungen 1920 "Groß-Berlin".
Von 1945-1990 geteilt in West- und Ostberlin (als Hauptstadt der DDR).
1948/49 Blockade und "Luftbücke". 1961 Errichtung der Berliner Mauer,
die nach ihrer Öffnung im Dezember 1989 niedergelegt wurde. Nach Zweitem
Weltkrieg allein im Westteil der Stadt 75 Millionen m³ Schutt, der
z.T. zu 117 m hohem Berg aufgeschüttet wurde.
Weiteres:
Auswahl aus der Fülle historischer, kultureller, sportlicher und
anderer Stätten: Brandenburger Tor, Straße Unter den Linden,
Kurfürstendamm. Berliner Dom, Deutscher und Französischer Dom,
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (1895), Marienkirche. Schlösser
Charlottenburg, Bellevue, Tegel, Kronprinzenpalais; Spandauer Zitadelle.
Funkturm, Fernsehturm (365 m). Kongreßhalle, Europa-Center, Olympiastadion
(1936), Universitäten und Akademien. Theater, Opern und Kabarette.
Museumsinsel mit Pergamon-Museum; weitere Spezialmuseen und Galerien. Jüdischer
Friedhof in Weißensee (seit 1880 mehr als 115.000 Bestattungen).
Zoologischer und Botanischer Garten. Wannsee, Müggelsee.
Oberes Maingebiet, zwischen linker und rechter Regnitz auf einer Insel.
Kreisfreie Stadt. Vielseitige Industrie, Handel, Brauereien, Hafen.
Geschichte:
902 erstmals erwähnt. 1007 Bischofssitz. Viele Reichstage. Baustile
überwiegend romanisch und Barock. Im Zweiten Weltkrieg weithin verschont,
daher viele unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Seit 1774 und wieder
1979 Universität.
Weiteres:
Dom mit Bamberger Reiter (ältestes Reiterstandbild Deutschlands)
und Heinrichs-Grab. Alte Hofhaltung (ehem. Kaiserpfalz), Altes Rathaus,
Böttigerhaus (1706). Bei Pommersfelden Schloß Weißenstein
(1311).
Kur- und Badeort im nordwestlichen Schwarzwald. Heiße Thermalquellen.
Arzneimittel- und Kosmetikindustrie.
Geschichte:
In römischer Zeit schon Badeort namens Aquae aureliae. In der
Alemannenzeit verfallen, unter den Zähringern (etwa 13. Jh.) wieder
Badebetrieb.
Weiteres:
Als "Inbegriff einer Kurstadt" Weltruf, wo sich einst europäischer
Hochadel traf, mit ältester Spielbank Deutschlands. Römische
Baderuinen (Caracalla-Thermen); Stiftskirche, Schloß mit Museum.
49.200 Eberswalde-Finow, 21.000 Bernau, 149.000 Kreis Barnim, meist
evangelisch; 100 E/km².
Lage/Leistung:
Nordöstlich von Berlin, Finow-Kanal und Oder-Havelkanal. An polnischer
Grenze. Der Barnim ist waldreiches Landschaftsschutzgebiet. Land- und Forstwirtschaft,
metallverarbeitende Industrie.
Geschichte:
Funde aus der Bronzezeit, u.a. Goldschatz von Eberswalde. 1254 Stadtrecht.
Brandenburgs älteste Industriestadt. Bernau um 1142 gegründet,
um 1230 Stadtrecht. 1432 Abwehr der Hussiten.
Weiteres:
In Eberswalde Maria Magdalenenkirche, Löwenbrunnen, Barbaraglocke.
27 ha großer forstbotanischer Garten (1870). Niederfinow hat (bis
1976) größtes Schiffshebewerk der Welt mit 36 m Sprunghöhe
zwischen Havel und Oder (1934). In Bernau Hallenkirche aus 15. Jh., 1496
m lange Stadtmauer mit Wiekhäusern (Wachtürmen). In Chorin Zisterzienser
Klosterruine (das "rote Kloster" aus Backstein).
Südwestlich von Stuttgart. Industriestadt (Kraftwagen, Computer,
Spielwaren). Im Landkreis Zuckerrübenanbau, Hopfen, Pferde- und Hundezucht.
Naturpark Schönbuch.
Geschichte:
Böblingen um 1250 gegründet. Entwicklung zur fürstlichen
"Speisekammer". Mittelalterliche Städte im Kreis: Herrenberg, Leonberg,
Weil der Stadt.
Weiteres:
Landschaftlich reizvoll trotz der Industriebetriebe. In Leonberg mittelalterlich
geprägter Marktplatz.
38.000 (Stadt), 76.000 (Kreis), meist evangelisch; 184 E/km².
Lage/Leistung:
Südlich von Magdeburg an der Saale. Zwischen Magdeburger Börde
und Leipziger Tieflandsbucht. Salz-Kalilager, Schwersoda-Anlagen. Zuckerfabriken,
Zementindustrie.
Geschichte:
961, dann wieder 1138 Askanierburg erwähnt, 1278 Stadtrecht. Gotische
Marienkirche und Kloster aus 13. Jh. Bis 1745 Residenz der anhaltischen
Fürsten, später Herzöge von Anhalt-Bernburg.
Weiteres:
Renaissanceschloß mit Blauem Turm, Schloßkirche St. Ägidien.
Wohnhäuser am Marktplatz, gut erhaltene Stadtmauer, Neustädter
Brücke. Naherholungsgebiet Krumholz. An "Straße der Romanik".
30.000 Biberach an der Riß, 7.700 Ochsenhausen, 170.000 (Kreis),
meist katholisch; 121 E/km².
Lage/Leistung:
Südlich von Ulm an der Riß. Land-, Milch- und Forstwirtschaft,
Viehzucht, Brauereien. In Bieberach etwas Industrie. Südöstlich
Kneippkurbad Jordanbad.
Geschichte:
Ehemals eigenständige Herrschaften wuchsen zusammen. Seit Kaiser
Friedrich II. Reichsstadt. Nach Dreißigjährigem Krieg Entwicklung
zu religiöser Toleranz zwischen Evangelischen und Katholischen.
Weiteres:
Mittelalterliches Stadtbild in Biberach. Ochsenhausen mit Benediktiner-Reichsabtei,
Steinhausen a. d. Rottum mit bemerkenswerter Dorfkirche, Rot an der Rot
mit ehemaliger Prämonstratenser-Abtei und Klosterkirche (aus 14. Jh.).
Burg Warthausen. Naturschutzgebiet Federseeried.